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Buckau im Fläming
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Der Himmel über Buckau
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Unwetter
 
   
Der freie Blick auf den Himmel
ist für mich sehr wichtig. Klar -
ich bin SF-Autorin und als solche
natürlich eine begeisterte
Sternguckerin. In Berlin ist das
eine ziemlich mühsame
Geschichte: meistens sieht man
sowieso nur einen kleinen
Ausschnitt vom schönen, großen
Firmament, und zweitens machen
einem die vielen Lampen das
Leben schwer. Im Fläming ist das
alles ganz anders. Hier ist die
Landschaft noch nicht so
zersiedelt - hier leben nur ca. 38
Menschen pro km², und die
wohnen in Ortschaften, die
immer hübsch ein paar Kilometer
voneinander entfernt sind.
Zwischen den Orten herrscht
nachts herrliche Finsternis.
Wenn der Vollmond vom
wolkenlosen Himmel strahlt,
kann man bei seinem Licht
tatsächlich die Zeitung lesen.
 
 
 
 
 
 
Als ich am 12. Oktober 1999
zum erstenmal in der künftigen
Villa Galactica übernachtete,
herrschte im Haus noch das
totale Chaos: keine Heizung,
kein Warmwasser, nicht einmal
ein Bett. Ich war allein. Mein
Mann war nach Berlin
zurückgefahren und hatte mich
zwischen den Einzelteilen einer
famosen Ikea-Klappcouch
zurückgelassen. Inzwischen
habe ich 7 Stück von den
Dingern, und ich kann sie im
Schlaf aufbauen, aber beim
ersten Mal tat ich mich schwer.
Bei 13° Zimmertemperatur
froren mir die Finger. Der
Fernseher streikte und Musik
hatte ich auch nicht, weil der
verdammte Verstärker den
Geist aufgab.
 
 
 
Um halb drei in der Nacht kroch ich
endlich entnervt und durchgefroren
unter einen Berg von Decken und blickte
in Richtung Fenster.
Mir blieb fast der Atem weg:
Sterne!
So hell, so strahlend, wie ich sie seit
vielen Jahren nicht mehr gesehen hatte.
   
 
   
Ich kroch wieder raus aus dem
Bett, zog mir was Warmes an,
ging auf den Hof und stand dort
mindestens eine halbe Stunde,
den Kopf in den Nacken gelegt,
atemlos vor Staunen, und mir
kamen die Tränen, denn da
waren sie alle, meine alten
Freunde: über mir die
Milchstraße, der Fuhrmann und
die Zwillinge, der Stier mit dem
strahlend hellen Antares,
Perseus, Kassiopeia, die
wunderschöne Sternenkette der
Andromeda. Der Orion kam
heraufgestiegen, der Prokyon
funkelte über dem Horizont -
es war einfach phantastisch.
Und der Himmel legte noch
eins drauf: Ein Satellit glitt
leuchtend und ruhig durch das
Sternbild des Stiers, und eine
wunderschöne Sternschnuppe
zog über das halbe Firmament.
Ich stand da, bei -5°,
und fühlte die Kälte
überhaupt nicht mehr.

Ich war zu Hause.
 
   
 
 
Alle Aufnahmen auf dieser Seite
sind in Buckau aufgenommen,
von meinem Arbeitszimmer aus,
vor dem Haus, hinter dem Haus
- wie der Punkt des
Sonnenuntergangs eben so
wandert im Laufe des Jahres.
Von meinem Arbeitszimmer aus
blicke ich nach Westen - also
genau dahin, wo´s am
spannendsten ist. Ich möchte
diesen Ausblick um keinen Preis
der Welt mehr missen!
   
 
 
 
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