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Erscheinungsweise: ca. 5 (bis 10) Bände pro Monat.
Jeder Band ist einzeln verkäuflich, Abonnements können individuell
vereinbart werden, Widerruf und Rücktritt sind jederzeit
ohne Kündigungsfristen möglich.
Die
Hefte (je 32 Seiten) haben im Original die Größe moderner Romanhefte
(ca. 15 x 22.5 cm). Die Scans wurden aus finanziellen und praktischen
Gründen dem A5 Format angepaßt. Die Original-Seiten wurden
ohne jede Text-Änderung rein graphisch zu brauchbaren Druckvorlagen
aufgearbeitet. Die auf diese Weise bearbeitete Fassung ist urheberrechtlich
geschützt und darf ohne unsere Einwilligung nicht nachgedruckt werden.
Wir weisen darauf hin, daß der Erwerb, Besitz und Verkauf
von Raubdrucken (auch wenn sie im Ausland angefertigt werden)
in Deutschland strafbar ist und den Tatbestand der Hehlerei erfüllt.
Graphische
Bearbeitung: Ralph Ehrig
Begleitende Texte: Marianne
Sydow-Ehrig
Der
"Luftpirat" erscheint ohne feste Auflage. Die Hefte werden von
uns je nach aktuellem Bedarf im Eigendruck hergestellt und sind nur im
Direktverkauf über
die Villa Galactica erhältlich.
Herausgeber
und © für diese Bearbeitung:
Marianne Ehrig und Ralph Ehrig im Jahre 2009
Der
"Luftpirat" ist in Fraktur erschienen. Für alle, die ob
dieser Tatsache bei dem einen oder anderen Buchstaben ins Trudeln kommen,
ist jedem Heft ein Alphabet beigefügt.
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Vor über 100 Jahren
erschien in Deutschland die wohl erste echte
Science Fiction Serie der Welt,
der Großvater von Perry Rhodan & Co:
Der Luftpirat und sein lenkbares Luftschiff
Held der Geschichte ist Kapitän Mors, der Mann mit der Maske, dessen
wirklichen Namen niemand kennt.
Verbrecherische Elemente wollten den genialen Ingenieur für ihre
kriminellen Zwecke einspannen. Als er sich widersetzte, ermordete man
seine Frau und seine Kinder, stellte ihn als Massenmörder hin und
sorgte dafür, daß er sich nirgends auf der Welt mehr sicher
fühlen konnte. Den Namen "Mors" (lat. "Tod")
hat er sich gegeben, weil er aus seiner Sicht vor der Öffentlichkeit
und für die Welt bereits tot ist - ein Mann ohne Gesicht und
ohne Vergangenheit.
Aber nicht ohne Macht: Er
besitzt ein riesiges Luftschiff,
mit einer metallenen Haut versehen, die es vor den Waffen der Feinde schützt,
ausgestattet mit Motoren und Propellern, die es schnell und wendig machen
- so schnell, daß der Luftpirat global agieren kann.
Wie
ein fliegender Robin Hood nimmt er von den Reichen und gibt es den Armen.
Zu seinen Feinden zählt er nicht bestimmte Völker, Staaten oder
gar Rassen, sondern die in allen Gesellschaften anzutreffenden Spekulanten
und Ausbeuter. Unersättlich rauben sie, intrigieren sie, stürzen
sie ganze Staaten ins Elend, provozieren Kriege und Krisen, sind immer
auf der Seite der Gewinner und kümmern sich den Teufel was um Ehre,
Gesetze und Menschenrechte. Nur Geld ist ihnen wichtig.
(Man sieht: diese Serie ist eigentlich schon wieder hochaktuell.)
Dieses Unrecht will Kapitän Mors nach besten Kräften bekämpfen.
Darüber
hinaus hat er allerdings längst noch ein anderes, weitaus höheres
Ziel für sich entdeckt: es sind die unbekannten Wunder des Weltraums,
die ihn locken. Unermüdlich plant und baut er im Geheimen an einem
weltraumtauglichen Fahrzeug. Ständig ist er auf der Suche nach Materialien,
die den speziellen Anforderungen gewachsen sind und ihm die Möglichkeit
geben werden, eines Tages (ab Band 32) die Erde zu verlassen und hinauszufliegen
zum Mars, zur Venus, zu den Monden des Jupiter und sogar über die
Grenzen des Sonnensystems hinaus.
Diese für ihre Zeit absolut ungewöhnliche Serie mit ihren Schilderungen
außerirdischer Lebensformen und Kulturen brachte es auf 165 Hefte,
dann wurde sie am 1.6.1916 mit 135 anderen Heftserien von der militärischen
Zensur verboten, wobei es gar nicht mal um den Inhalt ging, sondern um
den zu dieser Zeit (Erster Weltkrieg) herrschenden Papiermangel: alle
Restbestände der von diesem Verbot betroffenen Serien wurden eingezogen
und eingestampft.
Die Serie wurde nach dem Krieg nicht fortgesetzt.
Und das ist sehr schade, denn wer weiß, zu welch fernen Welten die
Autoren uns Leser zu unserem großen Vergnügen noch entführt
hätten - hätten sie nur mehr Zeit gehabt. Titel
wie
"Die
Götzenmauer im Mondkrater"
"Die
Todesfahrt auf dem Mars-Kanal"
"Im
Todeskrater des neuen Planeten"
"Auf
dem Krystall-Mond des Saturn"
zeigen bereits, daß es hier wirklich heiß hergeht!
Die Schilderungen der fremden Planeten, der Raumfahrt und der damit verbundenen
Schwierigkeiten sind aus unserer modernen Perspektive natürlich nicht
unbedingt wissenschaftlich korrekt. Damals aber waren sie es: die unbekannten
Autoren des Luftpiraten bezogen ihre Kenntnisse aus damals anerkannten
wisssenschaftlichen Standard-Werken.
Das Pech des Luftpiraten bestand darin, daß er in Form einer Heftserie
mit bunten Umschlägen erschien. Hefte dieser Art galten (und gelten
manchem auch heute noch) als "untergeistige Literatur" und wurden
von kulturbeflissenen Kreisen mit geradezu fanatischem Haß verfolgt.
Öffentlich und in den Schulen wurden die "volksverderbenden"
Hefte eingesammelt, vernichtet, zerrissen und öffentlich verbrannt.
Nur wenige Hefte haben das alles überlebt. Speziell der Luftpirat
gelangte kaum noch in den Handel. Denn wer die Serie liebte, behielt sie,
wer sie behielt, las sie, und wer sie las, verbrauchte sie:
Gedruckt auf schlechtem, dünnem Papier schwand und bröckelte
sie dahin. Kein staatliches Archiv, keine Bibliothek bemühte sich,
sie zu erhalten.
Nach jahrelangen Kämpfen mit Druckvorlagen der schwierigsten Art,
den unerbittlichen Spuren der Zeit, widerborstigen
Druckern
und zahlreichen anderen Kalamitäten technischer Natur
ist es meinem Sohn und mir ein innerer Vorbeimarsch,
es
endlich doch geschafft zu haben!
Ich hoffe, Sie teilen unsere Freude über
diesen Sieg!
Die mir vorliegenden Hefte wurden im Verlauf von gut 35 Jahren von meinem
Mann, dem Sammler Heinz-Jürgen Ehrig, zusammengetragen.
Die Serie ist fast komplett, nur zwei Hefte fehlen:
Nr. 108 und 111, und in Heft Nr. 110 fehlen die Seiten 29 und 30.
Ist da draußen jemand, der diese Lücken schließen kann?
Marianne
Sydow-Ehrig im August des Jahres 2009
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