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Marianne Sydow
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Die Seite der Abonauten
 

Die Sammlung Ehrig braucht man nicht mehr zu institutionalisieren.

 
Sie ist eine Institution!
(sagt Roland Hoigt)
 
     
Nach Fingerübungen in den diversen Schattierungen von
Science fiction, Phantastik, Krimi, Okkultismus und - wider Willen - wohl
auch Fantasy, ist Thomas R.P. Mielke vor einem Vierteljahrhundert
zu der Erkenntnis gelangt, dass es nichts Neues gibt.
Seither schreibt er Romane mit historischen oder gesellschaftlichen
Hintergründen. Eigentlich viel visionärer als SF
in all ihren galaktohistorischen Varianten.

Dazu drei Beispiele:

(1)
„Trotzdem kann das geteilte Deutschland kein Dauerzustand sein!"
murmelte er. „Manchmal liegen Veränderungen in der Luft!
Ohne politische Planung. Da muss eine Bereitschaft entstanden sein ...
entweder Traum oder Gefahr!“

„Die Mauer ist weg!" grölte Mischa von der Empore.
„Das ist ja Wahnsinn ... alles Wahnsinn!“ 

(Zitat aus seinem Polit-Thriller
DER TAG, AN DEM DIE MAUER BRACH,
erschienen bei Lübbe 1985, vier Jahre vor dem echten Mauerfall 1989,
Literaturpreis des SFCD)

(2)
„Gegen Ende des 20. Jahrhunderts waren immer mehr Menschen
und ganze Nationen verschuldet und bei den Banken verpfändet,
doch diese hatten sich ebenfalls längst übernommen.
Jeder pumpte bei jedem. Zur Tarnung wurden in immer schnellerer
Folge völlig phantastische, glaubwürdig klingende
Verrechnungseinheiten erfunden, die niemand bezahlen konnte...“


(Zitat aus seinem SF-Roman
DIE ENTFÜHRUNG DES SERAILS,
erschienen bei Lübbe 1986, Schneekluth 1992, rororo 1998)

(3)
„Das kann sogar ich verstehen“, sagte er, während sie das
Varus-Restaurant verließen. „Ob die Kanzlerin aus Berlin nach
Detmold kommt und nur wenige Tage vor der Bundestagswahl
oben am Hermann spricht, ist eine heikle Frage. Es gibt hier immer
noch Erinnerungen an die Wahl vom Januar 1933. Der Wahlsieger
von damals hatte das Hermannsdenkmal auf seinen Wahlplakaten.
Wenn Angela Merkel jetzt ebenfalls hier fotografiert wird, kann das
zu einer bösen Falle werden. Zumindest bei der Auslandspresse.
Da muss nur jemand von Hürrijet oder der New York Times den
Daumen senken und schon wird aus Hermann the German ein
waschechter Nazi.“

(Zitat aus seinem historischen Roman
DIE VARUS-LEGENDE,
erschienen bei Scherz 2008,
mit einer Zukunfts-Handlungsebene im September 2009.
Mehr zum Roman
hier )

(Thomas R. P. Mielke, Dezember 2008)

 
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